Unabhängiger Vergleich 100% Datensicherheit
Die wichtigsten Alkoholkliniken auf einen Blick

Wie finde ich die für mich
passende Alkoholtherapie?

Die wesentlichsten Entscheidungskriterien für die passende Therapie:

  • Gruppentherapie mit maximal vier Teilnehmer
  • Starker Focus auf Einzeltherapie mit bis zu zwei Therapeuten
  • Einbeziehung Ihres Lebenspartners/Ihrer engen Bezugsperson
  • Orientierung an Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten
  • Dauer der Therapie orientiert sich am Erfolg des Einzelnen
  • Intensive und direkte Nachbetreuung mit den Therapeuten aus der Therapie
  • Sie entscheiden, ob Sie zu einem gesellschaftlichen Trinkverhalten zurückkehren wollen oder abstinent leben wollen

Wer als Betroffener seinem Alkoholproblem den Kampf ansagen will, sucht und benötigt eine auf seine Person zugeschnittene Therapiemöglichkeit mit optimaler Erfolgsaussicht.

Hierbei steht er unter anderem vor der Frage: Ambulante oder stationäre Therapie? Einzel- oder Gruppentherapie? In gewohnter Umgebung oder an einem anderen Standort? Mit oder ohne Lebenspartner/Beziehungsperson?

Über Allem steht die Frage: Wie sind meine Erfolgsaussichten?

Und schließlich: Wie geht es nach der Therapie weiter? Hierbei wird ihn wohl auch die Frage der therapeutischen Nachsorge beschäftigen.

Dabei steht die Frage des Therapieziels, nämlich ob der Betroffene eine Rückkehr zu „gesellschaftsfähigem Trinkverhalten“ oder zu totaler Abstinenz wünscht, gar nicht im Raum, weil Letzteres nach herrschender Lehrmeinung dem Betroffenen als ausschließliche Lösung seines Alkoholproblems präsentiert wird.

Um Ihnen als Betroffenem Ihre Entscheidungen zu erleichtern, möchten wir Ihnen nachstehend zu diesen Fragen einige Kriterien und Fakten an die Hand geben, welche es Ihnen ermöglichen sollen, die für Sie optimale Therapiemöglichkeit auswählen zu können.

Dabei wollen wir zunächst das wohl wichtigste Kriterium ansprechen:

Die Erfolgswahrschein­lichkeit der jeweiligen Therapie.

Die konventionelle Behandlung der Alkoholabhängigkeit ist trotz wachsender therapeutischer Flexibilität immer noch wenig wirksam. Einerseits ist die Schwelle zum Therapieeinstieg für die Betroffenen scheinbar sehr hoch, andererseits sind die Rückfallquoten langfristig gesehen nach wie vor entmutigend. Laut offizieller Statistik, kann als Richtwert folgende Werte angenommen werden:

  1. 50% Rückfallquote in den ersten 3 Monaten
  2. 80% Rückfallquote in den ersten 12 Monaten
  3. 90%und mehr Rückfallquote in den ersten 24 Monaten

Dabei spielt es augenscheinlich keine Rolle, ob man traditionelle, von Kranken- und Rentenversicherern finanzierte Angebote der Suchttherapie wahrnimmt oder sich für eine teure Privatklinik entscheidet. Natürlich haben Privatkliniken konzeptuelle Unterschiede z.B. in der Ernährung, Unterbringung, Umgang mit den Patienten usw. jedoch im therapeutischen Grundkonzept basiert es in der Hauptsache ebenfalls auf gruppentherapeutische Maßnahmen. Selten jedoch liegt der große Fokus auf Einzelbetreuung oder individuellen therapeutischen Maßnahmen, und wenn, dann nur in geringer Dichte. Ebenfalls bleibt in allen erwähnten Einrichtungen die Ausrichtung auf die ewige Abstinenz. Individuelle Lösungen, die sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Betroffenen orientieren, kommen dabei, falls überhaupt, zu kurz. So stellt sich in Anbetracht der demotivierenden Erfolgsquoten bzw. Rückfallquoten die Frage, weshalb ein Betroffener diesen Weg einschlagen sollte, wenn dadurch eine Heilung und Lösung des Problems nicht in Sicht sind.

Dagegen zeichnen sich private Alkoholtherapieanbieter (www.therapie-check.de)  immer mehr dadurch aus, der Einzeltherapie, der intensiven Nachbetreuung und der individuellen Entwicklungsmöglichkeiten des Betroffenen mehr Raum zu geben und sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten des Klienten zu orientieren. Eine Entwicklung, die durch ihre stabilen Erfolge in der Alkoholtherapie immer mehr ihren Platz einnimmt.

Das zweite Kriterium sollte die Berücksichtigung der jeweiligen Individualität des Betroffenen in der Therapie sein.

Klassische Einrichtungen, ob gesetzliche oder private Klinik, sind nicht darauf eingestellt, individuelle Lösungen für den Einzelnen und mit dem Einzelnen zu erarbeiten. Dem widerspricht schon die Tatsache der starken Fokussierung auf die Gruppenarbeit. Alkoholprobleme sind vielschichtig. Dabei wird deutlich, dass Menschen, die süchtig trinken, mit zutiefst existenziellen Themen kämpfen und sich starken Ambivalenzen ausgesetzt fühlen. Natürlich sind diese bei jedem Betroffenen anders in ihrer Auswirkung und Qualität. Diese in einer Gruppe offen darzulegen kostet eine große Kraft und Überwindung und ist daher eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass die Gruppenmitglieder zwar ebenfalls betroffen, aber nicht therapeutisch geschult sind. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Gruppenmitglieder mit den starken Emotionen und Ambivalenzen des Einzelnen umgehen können, ebenfalls sehr gering. Damit gehören diese Themen klar in die Einzelsitzungen mit einem Therapeuten anstatt in die Gruppe.

Gruppenarbeit soll die Solidarität, Motivation und die Bereitschaft verstärken, sein Trinkproblem lösen zu wollen, jedoch ist der Weg zur Lösung und die Lösungsfindung offensichtlich nur aus den Einzelgesprächen heraus möglich, niemals in der Gruppe. Eine erfolgversprechende Alkoholtherapie sollte daher ihren Fokus auf individuelle Einzeltherapie legen statt auf Gruppenarbeit, mit einer engen Orientierung an den Möglichkeiten und Bedürfnissen des jeweiligen Betroffenen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium sollte das Ziel der Therapie sein – ist die Abstinenz wirklich die einzige Lösung?

Bis auf ganz wenige Ausnahmen, haben konventionelle Einrichtungen, auch die Privatkliniken, nur die ewige Abstinenz als alleinige Zielvorgabe. Es findet dadurch keine Unterscheidung der einzelnen Betroffenen statt. Nach dem Motto: Jeder der trinkt, egal wieviel er trinkt und was er so trinkt, ist Alkoholiker und hat sich die Abstinenz als Ziel zu setzen.

Das spiegelt eine gewisse Arroganz dieser Einrichtungen wieder.

Denn dieser Ansatz schließt bei den Betroffenen zum einem von vornherein eine Vielzahl an möglichen positiven Veränderungen und Lösungen, die ebenfalls zum gewünschten Ergebnis führen können, aus und zum anderen wird jedem Betroffenen jegliche individuelle Entscheidungsfreiheit damit abgesprochen. Zusätzlich unterdrückt dieses Abstinenzparadigma bei einer Vielzahl von Betroffenen den frühzeitigen Zugang zu einer Alkoholtherapie. So begeben sich ca. 90 % der Betroffenen, die ein mehr oder weniger großes Trinkproblem haben, aber (noch) nicht im klassischen Sinne alkoholkrank sind, nicht in eine Therapie, wo die Abstinenz das alleinige Ziel ist. Und Angesicht der hohen Rückfallquoten sieht es daher eher bedenklich aus, dem Paradigma der absoluten Abstinenz als oberstes Gebot aufrecht zu halten.

Das bedeutet nicht, das wir die totale Abstinenz ablehnen, im Gegenteil. Jedoch kritisieren wir, dass es unmöglich für alle Betroffene nur „ein und denselben Weg“ geben kann. Um sich an den individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Betroffenen zu orientieren und um eine größtmögliche Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu schaffen, sollten Einrichtungen der Suchthilfe unserer Meinung nach unterschiedliche Therapiemodelle gleichzeitig anbieten können, die bisher bei den Kliniken scheinbar nicht zu finden sind. Private Therapieanbieter wie z.B. diejenigen die sich auf www.therapie-check.de präsentieren, haben sich mit Erfolg auf die Individualität der Klienten eingestellt.

Zieloffenheit ist mit Sicherheit ein moderner Ansatz, der aber, so denken wir, wichtige Vorteile beinhaltet. Auf den Betroffenen und mit den Betroffenen abgestimmt das passende Therapiemodell (oder auch eine Kombination aus solchen) zu finden bedeutet, die Wahlfreiheit beim Klienten zu lassen. Dies ist ganz entscheidend für die Motivation und die Bereitschaft zur Therapie und deren anschließenden Verlauf. Davon profitiert letztendlich auch der Therapeut, der nach modernem Therapieverständnis dem Klienten nicht mehr sein Weltbild „überstülpen“, sondern mit einem hochmotivierten Klienten arbeiten will. Sich nahe an dessen Möglichkeiten und dessen Fähigkeiten zu orientieren sowie die subjektive Realität und Erfahrung des Betroffenen mit einzubinden, bedeutet seine inneren Kräfte und Ressourcen zu mobilisieren, die zum Gelingen beitragen bzw. das Risiko eines Scheiterns reduzieren.

Darauf sollten Sie achten – Neuro-Elektrische-Stimulation (NES)

Diese Technik hat sich seit über fünfzig Jahren in der Alkoholtherapie bewährt und sollte sehr bei Ihrer Entscheidung der für Sie richtigen Einrichtung beitragen. Durch den jahrelangen Alkoholkonsum werden bestimmte Botenstoffe nicht mehr ausreichend produziert (Dopamin, Serotonin, Endorphine usw.), deren Mangel zum einem für die Entzugserscheinungen verantwortlich ist, andererseits auch u.a. für „Saufdruck, Unwohlsein, Schlafprobleme“ etc.

Aufzuhören zu trinken wird u.a. auch dadurch zur Qual.

 

Zum Glück gibt es einige Privatkliniken, die das NES-Verfahren in der Therapie anwenden, jedoch nur in den ersten Tagen. Warum mitten im erfolgreichen Entwicklungsprozess dieser Vorgang ausgebremst wird, entzieht sich unserem Verständnis.

Andere, sehr gute und erfahrene private Alkoholtherapieanbieter wie auf www.therapie-check.de zu finden sind, empfehlen dagegen dieses Verfahren konsequent während und auch nach der Therapie anzuwenden, da Studien mehrfach und nachhaltig belegen, dass die konsequente Anwendung des NES-Verfahrens über Wochen und Monate hinaus den Erfolg einer Alkoholentwöhnung unterstützen, fördern und sichern können.

Wichtig, die Nachsorge – hier scheitern die meisten Kliniken.

Eine qualifizierte Therapie kann eine Menge bewirken. Doch wieder zuhause und weg vom Therapeuten lauern viele Gefahren für einen Rückfall. Konventionelle Kliniken wie auch Privatkliniken empfehlen lediglich hierzu, mit einer ambulanten Therapie im Anschluss fortzusetzen. Tatsache ist allerdings, dass ambulante Therapiemöglichkeiten rar sind und die Betreuung daher nicht wirklich übergangslos möglich ist. Selbst im günstigsten Fall bedeutet dieser Schritt für den Betroffenen, wieder mit einem neuen Therapeuten von vorne beginnen zu müssen, erneut seine Geschichte erzählen zu müssen, darauf zu hoffen, dass die Chemie stimmt und der neue Therapeut den Ansichten des errungenen Konzepts folgt.

 

Wir, als private Alkoholtherapieanbieter dagegen haben uns diesem Problem gestellt und betreiben die Nachbetreuung nur persönlich und direkt, geben diesen so wichtigen Aspekt also nicht an Dritte weiter. Auch für dieses Vorgehen gibt es einen entscheidenden Faktor. Da Studien belegen, dass ein gesundes und gutes Verhältnis zwischen Therapeuten und Betroffenen mit ausschlaggebend ist für den Therapieerfolg, kann dieser Prozess durch die persönliche Nachbetreuung weitergeführt werden. So behält der Betroffene selbst nach Wochen und Monaten uns als seinen Therapeuten und direkten Ansprechpartner bei.

Je früher desto besser – aber wo?

Für Menschen, die zwar gefährlich konsumieren und sich dadurch Probleme in den sozialen Strukturen immer deutlicher abzeichnen, aber noch nicht abhängig bzw. schwerstabhängig sind, gibt es so gut wie keine Hilfsangebote, im Gegenteil, sie müssen sich ebenfalls der gleichen Tortur wie ein Schwerstabhängiger unterziehen, wenn sie Unterstützung im Suchthilfesystem (z.B. Kliniken und Privatkliniken) suchen.

Immer mehr Studien zeigen jedoch, dass für diese Personengruppe früher angesetzt werden kann und muss, anstatt zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Selbst die deutsche S3-Leitlinie „Alkohol“ (2016) empfiehlt ausdrücklich nachhaltige Angebote zu kreieren, die auf diese Personengruppe abgestimmt sein sollten und früher greifen müssen, um damit auch den bisherigen Misserfolgen der klassischen Alkoholtherapien endlich entgegen zu wirken. Ebenfalls schloss sich die deutsche S3-Leitlinie, sich der international stark beachteten englischen Leitlinie (NICE 2011) und der European Medicines Agency (EMA 2011) an, die Reduktion der Trinkmengen als Therapieziel für Alkoholabhängige anzuerkennen, da dessen Wirksamkeit in mehreren Studien nachgewiesen werden konnte.

Frühinterventionen haben daher nicht die absolute Abstinenz als alleinige Zielvorgabe, sondern vielmehr die Absicht, den Betroffenen in ein normales gesellschaftsfähiges Trinken zurückzuführen bzw. den Weg in die Abstinenz auf einfachste Weise frühzeitig zu ermöglichen. Solche frühzeitigen Kurzinterventionen helfen den Betroffenen zu erkennen, wo sie stehen, wie groß oder wie klein ihr Alkoholproblem wirklich ist. Sie zeigen Möglichkeiten auf, um nicht erst in die Abhängigkeit zu geraten. Kurzinterventionen können helfen, nicht mehr jeden Tag an Alkohol denken zu müssen und nicht mehr jeden Tag trinken zu müssen, aber trinken zu dürfen bei gesellschaftlichen, familiären oder partnerschaftlichen Anlässen, oder freiwillig und druckfrei in eine erfolgreiche Abstinenz zu gelangen.

Private Alkoholtherapieanbieter wie auf www.therapie-check.de zu finden sind, unterscheiden sich insbesondere dadurch von den Kliniken und Privatkliniken, da sie diese Personengruppe ernst nehmen und ein erfolgsversprechendes Therapiemodell anbieten, um diese Bedürfnisse gerecht zu werden.

Dauer der Therapie

Die Kliniken sind sich einig. Für den Behandlungserfolg ist die Dauer der Therapie nicht signifikant ausschlaggebend. Wichtiger sind vielmehr die möglichst beschwerdefreie Abwicklung und die möglichst intensive therapeutische Einwirkung während der Therapie und der anschließenden Nachbetreuung. Ebenfalls gibt es keinen Nachweis, dass eine mehrmonatige Langzeittherapie größere Erfolgsaussichten hat als kurzzeittherapeutische Zeiträume. Dennoch bestehen Kliniken wie auch Privatkliniken auf ihren vorher zeitlich bestimmten Zeitraum wie z.B. drei, vier oder sechs Wochen. Doch Betroffene, die bereits nach einer Woche oder 10 Tagen ihre Lösung für sich entdeckt haben, müssen die Tortur weiter bis zum Ende mitmachen. Private Alkoholtherapieanbieter dagegen respektieren den erreichten Erfolg, indem unterschiedliche Dauer der Therapien angeboten werden und unterstützen den Weg stattdessen durch ihre intensive direkte Nachbetreuung. Wieder ein Aspekt, der die Individualität und die Bedürfnisse der Betroffenen respektiert.

Therapie mit oder ohne Lebenspartner

Diese Frage stellt sich nicht, wenn man sich für eine Klinik entscheidet. Der Lebenspartner hat dort nichts verloren, da die Kliniken als auch die Privatkliniken lieber ihren Schwerpunkt auf „Masse“ (Gruppentherapie) statt auf „Klasse“ (Einzeltherapie) setzen.

Durch die therapeutische Arbeit der privaten Therapieanbieter (www.therapie-check.de) konnte deutlich festgestellt werden, dass das Einbeziehen des Lebenspartners (oder einer engen Bezugsperson) in die Einzeltherapie die Therapiedauer stark verkürzt werden kann, der zu erwartende Erfolg früher eintreffen kann und die Stabilität des Betroffenen länger wirken kann. An dieser Stelle sollen nur wenige Aspekte dieser therapeutischen wertvollen Arbeit erwähnt werden:

  • Abgleich der Eigen- und Fremdwahrnehmung der Lebenspartner bezogen z.B. auf das Trinkverhalten, Trinkmenge, Auswirkung auf die Beziehung und sozialen Umfelds usw.
  • Unterstützung in der Umsetzung der Interventionen im Alltag. Schaffung eines optimalen Umfeldes und einer förderlichen Beziehungsdynamik, um den Erfolg zu stabilisieren. Erste Hilfe im Falle der Krise oder des Rückfalles.
  • Einbeziehen der Bedürfnisse des Co-Abhängigen, „Co-Heilung“
  • Entwicklung einer realistischen gemeinsamen Vision „für die Zeit danach“.

Doch auch in diesem Punkt gilt die Entscheidungsfreiheit des Betroffenen, ob der Lebenspartner mit einbezogen werden soll oder darf. Im Gegensatz zu den Kliniken und Privatkliniken, haben die privaten Therapieanbieter längst erkannt, welche sinnvolle und hervorragende Ressource der Lebenspartner in einem erfolgreichen Therapieprozess sein kann.

Schwerpunkt Einzelcoaching statt Gruppenarbeit

Optisch unterscheiden sich einige private Alkoholtherapieanbieter nicht wirklich von z.B. Privatkliniken, was u.a. Unterkunft, medizinische Betreuung, Verpflegung, Therapie- und Freizeitangebote usw. betrifft. Inhaltlich und konzeptuell dagegen gibt es große Unterschiede. Nicht erkennbar, wenn man die Inhalte der Webpräsenzen der Kliniken und Privatkliniken liest. Aber aus Erzählungen und Erfahrungsberichte ehemaliger Patienten der Kliniken und Privatkliniken wird vieles offenbart und deutlich. Der Schwerpunkt ist und bleibt die Gruppenarbeit und Beschäftigungstherapie aus ökonomischen und wirtschaftlichen Gründen. Gruppengrößen von 10, 12 oder 15 Teilnehmer sind dabei keine Seltenheit. Studien belegen, dass Gruppenarbeit, richtig angewandt, nachweislich seine Berechtigung und Effizienz hat. Doch es gilt dabei bestimmte Grundvoraussetzungen zu erfüllen.

Für ein effektives Arbeiten sind solche Gruppen einfach zu groß und bergen für den Einzelnen mehr Risiken eines Scheiterns als Erfolgsaussichten. Die Gründe hierzu sind einfach und hier nur auszugsweise dargestellt.

Unfreiwilligkeit der Gruppenmitglieder – Gruppenmitglieder, die unter Druck (Familie oder Arbeitgeber) sich in die Therapie begeben, werden nicht wirklich mitarbeiten und eher die Gruppe irritieren, da sie nicht wirklich die Motivation haben, ihr Alkoholproblem zu lösen. Gruppentherapie lebt aber von einem gesunden Miteinander und Vertrauen der Gruppenmitglieder. Ist dieses nicht gegeben, scheint das Erreichen des Therapieziels stark gefährdet.

Ebenso begeben sich teilweise Betroffene in eine Therapie, lediglich mit dem Ziel einer „Trinkpause“ für die Dauer der Therapie. Ein Fortsetzen des Trinkens nach der Therapie steht von vornerein fest. Damit ist der Misserfolg dieser Gruppe bereits und Irritationen innerhalb der Gruppe, eventuell schon vorprogrammiert.

Tägliche Gruppenarbeit von 90 Minuten, über einen Zeitraum von drei Wochen, ergibt eine Gesamtanzahl von ca. 30 Stunden Gruppenarbeit. Bei einer üblichen Gruppengröße von 12 bis 15 Teilnehmer bedeutet das rechnerisch, dass in drei Wochen Gruppenarbeit nur ca. 2 Stunden den Einzelnen gewidmet werden kann und zur Verfügung stehen. Wie in diesen 2 Stunden eine Lösungsfindung durch die Gruppe für den Einzelnen entstehen soll, ist schleierhaft.

Daraus wird deutlich, dass Gruppenarbeit nur in kleinen Größen von drei bis vier Teilnehmern effektiv ist und zusätzlich der echte Schwerpunkt für den Erfolg auf das Einzelsetting gelegt werden muss. In dieser Konstellation ergeben sich aus unserer Sicht die höchsten Erfolgsquoten für den Einzelnen. Studien belegen, dass ein ausgewogenes Verhältnis der Gruppengröße und ein ausgewogenes Verhältnis von Gruppen- und Einzelarbeit notwendig für den Erfolg ist.

Die optimale Gruppengröße besteht aus maximal vier Personen – den Betroffenen, seinen Lebenspartner und bis zu zwei Therapeuten.

Mit dieser Konstellation sind die oben beschriebenen Nachteile eliminiert. Vor dem Lebenspartner sich zu outen fällt in der Regel niemanden schwer, zumindest aber nicht so schwer, wie vor einer Gruppe von 12 – 15 fremden Menschen. Ebenfalls zeigt der Lebenspartner ernsten Anteil und Verständnis an dem Leid des Betroffenen und kann optimal an der Lösung beitragen, da der Lebenspartner den Betroffenen doch am besten kennt, kein peinliches Stigmatisieren vor fremden Menschen usw. Das sind optimale Rahmenbedingungen, um intensiv an der individuellen und auf den Betroffenen abgestimmten Lösung des Problems zu arbeiten und sich dabei eng an den Bedürfnissen, Möglichkeiten und Ressourcen zu orientieren.

Dieses Vorgehen bedeutet eine schnelle und individuelle Lösungsfindung, ohne Ablenkung durch zehn oder mehr weitere unbekannte fremde Menschen und deren Probleme. Es wird eine optimale Wohlfühlatmosphäre erreicht. Nur diese Gruppenkonstellation, Betroffener, sein Lebenspartner und ein bis zwei Therapeuten, ermöglichen es, die massiven Vorteile der Einzelsitzungen in die Gruppenarbeit der vier Anwesenden zu integrieren. Es ergibt sich eine optimale Symbiose aus Gruppen- und Einzelsetting. Es liegt auf der Hand, dass diese Konstellation nicht nur den optimalen therapeutischen Erfolg für den Betroffenen mit sich bringt, sondern auch die nötige „Co-Heilung“ für seinen Lebenspartner.

Die Anwesenheit von zwei Therapeuten hat seine Berechtigung. In der Entwicklung und Geschichte der Psychotherapie wurden oft mit zwei oder mehr Therapeuten gearbeitet. Die Erfolge sprachen ganz eindeutig für sich.

Die Therapeuten reflektieren gleich nach jeder Sitzung. Was dem einen Therapeuten im Setting entgeht, wird vom anderen aufgefangen. Bei der Lösungsfindung wird hochwertig und qualitativ gearbeitet, was ein einzelner Therapeut in dieser Qualität nicht erbringen kann. Therapeutische Fehler werden so vermieden und die bestmögliche Lösung für den Betroffenen und seinen Lebenspartner erarbeitet und vermittelt. Als positiver Nebeneffekt kommt hinzu, dass durch diese Intensität der Settings und Begrenzung auf max. vier Gruppenteilnehmer die Therapiedauer von mehreren Wochen auf einige intensive Tage reduziert werden kann, auch durch die um eine vielfache verbesserte therapeutische Qualität.

Zu guter Letzt – Abstinenz oder Rückführung zum sozial verträglichen Trinken

Die oben beschriebenen Strukturen der konservativen Vorgehensweisen der Kliniken wie auch Privatkliniken mit ihren überdimensionierten Gruppengrößen und mangelnden Schwerpunkt der individuelle Lösungsfindung durch geringe Einzelsettings, das Ziel der alleinige Abstinenz und die hohen amtlich belegten Rückfallquoten sollten doch eigentlich zum Umdenken und Umstrukturierungen anregen. Doch diese unbewährten Konzepte werden beibehalten, unter anderem da der Bedarf größer ist als die mögliche Versorgung. Zudem entsteht der Eindruck, dass Gewinnmaximierung vor Heilung steht.

Abstinenz bedeutet 100% Kontrolle über den Alkohol. Doch diese Kontrolle muss erst wieder erlernt werden. Wir haben erfahren, dass, wie weiter oben beschrieben, bei einer maximale Gruppengröße von vier Teilnehmer inklusive bis zu zwei Therapeuten, bei  Einbeziehen des Lebenspartners im Setting, bei enger Orientierung an den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Betroffenen und seines Lebenspartners und bei enger und direkter Nachbetreuung durch die Therapeuten, das Wiedererlernen eines sozial verträglichen Trinkverhaltens auf einfachster Weise möglich wird. Der Betroffene lernt, den Alkohol wieder zu kontrollieren. Ist die Kontrolle wiederhergestellt, ist die Abstinenz, falls dann noch gewünscht, nur noch ein kleiner und sehr einfacher Schritt.

Sie suchen den richtigen Therapieplatz? Schauen Sie sich jetzt unsere Anbieter an: